Idrosee, Italien

Der Idrosee

Der Idrosee ist ein Gebirgssee in den Dolomiten, der auf 368 m Höhe liegt und sich - nordwestlich des viel größeren Gardasee und parallel zu ihm - in südwestlich-nordöstlicher Richtung erstreckt. Die Wasserfläche des Idrosees umfasst rund 11 qkm, und obwohl der Gebirgssee bis zu 122 m tief ist, wird sein Wasser im Sommer bis zu 25 °C warm! Der See wird durch die Gebirgsflüsse Chiese und Caffano gespeist, die beide im Adamello-Massiv entspringen. Die Landschaft um den Idrosee ist durch teils felsige, teils bewaldete Gebirgszüge mit kleinen Tälern geprägt. In manchen Bereichen des Ufers erheben sich die Felsen so dicht am Seeufer, dass die Straßen durch Tunnels geführt werden mussten!

Karte Idrosee


Wegen der verschiedenen Sportarten, die am Wasser und in der Umgebung ausgeübt werden können, erfreut sich der Idrosee steigender Beliebtheit bei Urlaubern. Das Wasser des Sees ist sehr sauber, und - zur Freude der Fischer und Angler - leben zahlreiche Fische darin, beispielsweise Aale, Barsche und Hechte. Wer als Urlauber am Idrosee angeln gehen möchte, muss sich eine zwei Monate lang gültige Angellizenz für Touristen kaufen. Die Lizenzen sind preiswert und in allen Postämtern erhältlich. Um den See finden sich Badestrände, die im Sommer sehr beliebt sind. Die Windverhältnisse sind günstig für alle Wassersportarten, und so tummeln sich bei schönem Wetter Ruderer, Surfer, Segler und sogar Kitesurfer auf dem See. Gleitschirmflieger können auf dem 1.508 m hohen Monte Alpo und dem 1.466 m hohen Monte Stino starten und während ihres Fluges das atemberaubende Panorama der Berge und Seen genießen. Gäste, die eher unspektakuläre Sportarten bevorzugen, können herrliche Wandertouren unternehmen. Der so genannte "Schmugglerweg" führt beispielsweise von Vasta nach Baitoni, der "Wasserfallweg" beginnt in Crone am Südostufer und geht bis zum Gipfel Perlè (1.031 m) hinauf.


An den Ufern des Idrosees haben schon zur Zeit des antiken römischen Reiches Menschen gesiedelt. Im Jahr 1980 wurden in Lamprato (Teilort der Gemeinde Idro, am Ostufer gelegen) Überreste einer römischen Siedlung entdeckt. Die Dörfer am See, die noch heute einen Eindruck von Tradition und Romantik vermitteln, entstanden bereits im Mittelalter. In Ponte Caffaro an der Nordspitze des Sees ist besonders die mittelalterliche Kirche "San Giacomo" sehenswert. Die Gemeinde Idro hat insgesamt ungefähr 1.900 Einwohner, und einige ihrer Teilorte liegen unmittelbar am Seeufer, so z.B. der Teilort Crone, in dem sich das Rathaus des Ortes befindet. Auch Gastronomie und Läden sind hier zu finden. Die Festung "Rocca d' Anfo" ist unbedingt einen Besuch wert. Das eindrucksvolle Bauwerk wurde im 15. Jahrhundert unter venezianischer Herrschaft errichtet und thront weithin sichtbar über dem See. Die Festung diente im italienischen Unabhängigkeitskrieg zeitweise als Hauptquartier Garibaldis. Daran erinnert ein Denkmal in der Festung. In Bagolino, einem Gebirgsdorf nordwestlich des Sees, ist die Kirche "San Giorgio" sehenswert. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut und ist mit wertvollen Gemälden (u.a. von Tizian) geschmückt. Auch manche der mittelalterlichen Wohnhäuser des Dorfes sind farbenfroh bemalt.



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