Moniga del Garda, Gardasee

Moniga del Garda

Moniga del Garda ist ein kleiner Ort in der Provinz Brescia in der Lombardei, unmittelbar am südwestlichen Ufer des Gardasees. Hier sind die Ausläufer der italienischen Südalpen schon der Ebene gewichen, nur in Richtung Norden bilden die Gipfel um Tignale und Tremosine einen alpinen Horizont. Den Ort Moniga bewohnen nur etwa 2.500 Menschen. Doch steigt die Einwohnerzahl auch in Moniga del Garda in der Hauptsaison auf ein Vielfaches. Neben zahlreichen Hotels, Ferienanlagen, Apartments und Pensionen gibt es auch mehrere Campingplätze. Die langen, flachen Strände mit feinem Kies und der malerische Hafen mit Cafés und Eisdielen sind besonders auch bei Familien beliebt.

Karte Moniga del Garda

Wein vom Gardasee

Die Ortschaft liegt im Valtenesi, einem wichtigen Zentrum des Weinanbaus am Gardasee. An den fruchtbaren Hängen gedeihen die Trauben für den weltbekannten Chiaretto, ein trockener Roséwein mit fruchtig-blumiger Note. Eine Panoramastraße führt an den Weinbergen entlang in Richtung Norden nach Salò. Auch mit dem Rad und zu Fuß lassen sich die umliegenden Weingärten, Olivenhaine, Wiesen und Felder gut erkunden. Jedes Jahr im Juni wird im Park der Villa Bertanzi das Chiaretto-Weinfest veranstaltet, bei dem Chiaretto, Roséweine und Rosésekt probiert werden können. Die Gegend ist außerdem ein Anbaugebiet für Olivenöl.

Sehenswürdigkeiten

Die engen Altstadtgassen mit ihren bunten Häusern führen auf den Hügel hinauf, auf dem eine mächtige Burg thront. Das imposante mittelalterliche Castello di Moniga mit seinen vier Wehrtürmen prägt das Dorf. Auf den Ruinen einer romanischen Burg war die Festung im 10. Jahrhundert als Schutz vor den anstürmenden Hunnen errichtet worden. Der Burgturm wurde später zum Glockenturm der benachbarten Pfarrkirche und das Innere zu einem beschaulichen Wohnviertel umgestaltet. Der jüngere Teil von Moniga mit modernen Villen breitet sich zwischen Olivenbäumen zum Seeufer hin aus. Die Pfarrkirche San Martino stammt aus dem 15. Jahrhundert und gehört zu den ältesten Kirchen der Gegend. Sie erhielt später eine barocke Fassade mit Säulen und einem verzierten Portal. Das Glasfenster stellt den heiligen Martin dar, der seinen Mantel mit einem Bettler teilt. Sehenswert sind die fünf Altäre und der prunkvolle Hauptaltar, der dem namensgebenden Heiligen gewidmet ist. Einer antiken Basilika nachempfunden ist die im romanischen Stil erbaute Kirche Madonna delle Neve aus dem 16. Jahrhundert. Das von Zypressen gesäumte Gebäude diente im Mittelalter bei einer Choleraepidemie als Lazarett, wodurch wahrscheinlich die früheren Fresken verloren gingen.

Ausflüge

Es gibt einige interessante Ausflugsziele. Padenghe sul Garda, einige Kilometer südlich von Moniga, eingebettet zwischen Oliven, Zypressen und Weingärten, hat ebenfalls eine bewohnte Festung, eine malerische Altstadt und sehenswerte Gemälde in der Pfarrkirche. Vom höchsten Ort, Soiano al Lago, eröffnet sich ein schöner Ausblick auf den See. Interessant sind auch die Gemälde und die Orgel der Pfarrkirche sowie die Chiesetta di San Carlo. Außerdem befindet sich hier ein Golfplatz. Ebenfalls ein schönes Seepanorama bietet sich in Polpenazze mit seiner großen Barockkirche und natürlich in Salo mit einer der längsten Promenaden des gesamten Gardasees.



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