Burgen am Gardasee

Burgen am Gardasee


Im Norden Italiens rund um den Gardasee gibt es eine Vielzahl an historischen Burgen, Festungen und Schlössern. Sie sind beliebte Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele für Besucher des Gardasees. Seit der ersten Besiedlung der Gardasee-Region durch Römer und Langobarden gibt es Befestigungsanlagen, die später von den Scaligern aus Verona, den Visconti und den Venizianern um- und ausgebaut wurden. Dabei hinterließ jede Epoche und jeder Burgherr seinen Einfluß im architektonischen Stilmix. Besonders die Scaliger und die Venezier prägten damit bis heute die Architektur rund um den Gardasee. Später folgten Franzosen, ehe die österreicher im 19. Jahrhundert viele der Befestigungsanlagen militärisch ausbauten, um ihre Stellung am Gardasee zu festigen. In der Weinbauregion des Valtenesi am Südwestufer des Gardasees wurden in der Zeit des 10. & 11. Jahrhunderts mehrere Schutzburgen, die sogenannten Ricetti, errichtet, um der Bevölkerung Schutz vor einfallenden und plündernden Slavenvölkern zu bieten. Hier finden Sie alle Burgen und Schlösser rund um den Gardasee und die nähere Umgebung:

Castello di Arco

Ein 270 Meter hoher Felsen erhebt sich aus der Altstadt von Arco in der flachen Sarca-Ebene. Erste Besiedlungs- und Befestigungsspuren fand man aus der Zeit der Gallier, die sich um 300 v. Chr. auf dem Felsen niederließen. Später nutzen auch Römer und Lombarden die ausgezeichnete strategische Lage des Felsens. Die Burg der Grafen von Arco galt lange Zeit als uneinnehmbar. Vielen Angriffen trotzte die Anlage erfolgreich. Im Jahr 1542 zerstörte ein Brand große Teile der Burg. 1703 zerstörten die französischen Truppen die Burg bei ihren Eroberungen in Norditalien. Heute bietet die Anlage von diesem Felsen aus einen fantastischen Blick auf die Ebene und den Monte Brione am Nordufer des Gardasees. Man kann eine alte Gefängniszelle besichtigen. Besonders sehenswert sind alte Fresken an den Innenwänden eines Wohnturmes. Vom Stadtzentrum führt ein wunderschöner neu gestalteter Weg durch einen Olivenhain in nur zwanzig Minuten hinauf zur Burgruine. Weiter lesen ...

Castello di Arco - Die Burg steht wie ein Adlernest auf dem Felsen über Arco
Castello di Arco - Die Burg steht wie ein Adlernest auf dem Felsen über Arco

Burg von Tenno

Tenno ist ein kleiner Ort nördlich von Riva del Garda. Das Castello di Tenno aus dem 12. Jahrhundert wurde aufgrund von vielen Belagerungen und Kämpfen im 15. Jahrhundert aufwändig umgebaut. Infolge dessen kann man viele verschiedene Stile in der Bauform erkennen. Heute ist sie in Privatbesitz des ehemaligen Post-Chefs Klaus Zumwinkel und kann nur von außen betrachtet werden. Zumwinkel soll die Burganlage im Wert von 1,5 Mio Euro um- und einen Swimmingpool eingebaut haben. Mehr lesen ...

Die Burg von Tenno - Leider in Privatbesitz und nicht von innen zu besichtigen
Die Burg von Tenno - Leider in Privatbesitz und nicht von innen zu besichtigen

Rocca di Riva (Riva del Garda)

Die Wasserburg Rocca di Riva am Hafen von Riva del Garda ist eine der am besten erhaltenen Burgen am Gardasee. Inmitten des Stadtzentrums des mondänen Kurortes bietet die, von einem Wassergraben umgebene, Burg aus dem 12. Jahrhundert dem Besucher das Stadtmuseum Museo Civio innerhalb seiner dicken Mauern. Im Jahr 1124 wurde der Gemeinde die Genehmigung zur Errichtung einer Befestigung erteilt, dem Castrum Novum. Daraus machten erst die Scaliger und später die Venezianer diese eindrucksvolle Wasserburg. Später folgten die österreicher, die das Ensemble in seine heutige Form brachten und als Kaserne nutzten. Weiter lesen ...

Rocca di Riva - Die Wasserburg in Riva del Garda am Gardasee
Rocca di Riva - Die Wasserburg in Riva del Garda

Il Bastione (Riva del Garda)

Die Bastion ist eine historische Wehranlage oberhalb von Riva del Garda, die im 19. Jahrhunderts von Napoleonischen Truppen teilweise zerstört wurde. Heute ist sie ein beliebtes Ausflugsziel, die den steilen Aufstieg mit einem fantastischen Panoramablick auf Riva del Garda und den nördlichen Gardasee belohnt. Weiter lesen ...

Il Bastione oberhalb von Riva del Garda am Gardasee
Il Bastione oberhalb von Riva del Garda

Castel Penede (Nago)

Die Ruine des Castel Penede thront auf einem Felsvorsprung zwischen Nago und Torbole am Nordufer des Gardasees. Die Burganlage aus dem frühen 13. Jahrhundert wurde auf älteren Befestigungsanlagen an selber Stelle gebaut. In der Folge kam es aufgrund vieler kriegerischer Aktivitäten zu unzähligen Wechseln der Burgherren. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Burg dann von französichen Truppen gebranntschatzt und verwüstet. Die Ruine stand mehrfach Pate für romantische Malereien. Heute ist sie ein beliebtes Ausflugsziel am Gardasee-Nordufer. Umgeben ist sie von einer parkähnlichen Anlage. Weiter lesen ...

Die Ruine des Castel Penede bei Nago am Gardasee
Die Ruine des Castel Penede bei Nago

Forte di Nago (Nago)

Das Forte di Nago ist eine österreich-Ungarische Befestigungsanlage in Nago, am Weg zum Castell Penede. Das Fort war Teil der umfangreichen österreichischen Festungsanlangen rund um das Nordufer des Gardasees, die aus ca. 30 Befestigungen bestand. Es wurde zur Mitte 19. Jahrhunderts gebaut und bestand aus Gebäuden auf zwei Ebenen. Heute beherbergt die Festung das Restaurant "Al Fortino". Mehr lesen ...

Das Forte di Nago: Auf zwei Etagen am Berg gebaut
Das Forte di Nago: Auf zwei Etagen am Berg gebaut

Castello di Malcesine

Das Castello di Malcesine gilt als eine der am besten erhaltenen und schönsten Burgen in ganz Norditalien. Auf einem Felsvorsprung, der in den Gardasee hineinragt, im 12. Jahrhundert gebaut, bietet die Burg von ihrem 31 Meter hohen Hauptturm einen fantastischen Ausblick auf die Dächer und die engen Gassen von Malcesine und den Gardasee. Die Burg beherbergt heute ein Museum zur Flora und Fauna der Gardaseeregion, sowie einen Goethesaal. Der berühmte deutsche Dichter und Denker war während seiner Italienischen Reise wegen Spionageverdachtes in der Burg arrestiert worden. Weiter lesen ...

Die Scaligerburg von Malcesine am Gardasee
Das Castello Scaligero di Malcesine

Torri del Benaco

Die Burg von Torri del Benaco am Gardasee Ostufer überragt den kleinen Ort mit seiner erhabenen Silhouette. Gebaut wurde die Wehranlage im Jahr 1383 im Auftrag von Antonio della Scala auf den Resten eines römischen Kastells, um den wichtigen Hafen von Torri del Benaco zu kontrollieren, zu überwachen und zu schützen. Im 18. Jahrhundert gipfelte der Niedergang der Burg in einem teilweisen Abriss. Die heute noch erhaltenen Reste der Anlage sind in gutem Zustand. Die beherbergen ein Fischerei- und Heimatmuseum. An der Südmauer findet man eine der schönsten Limonaien des Gardasees. Weiter lesen ...

Castello Scaligero, Torri del Benaco - Burg & Museum
Castello Scaligero, Torri del Benaco - Burg & Museum

Rocca di Garda

Wenn man von Norden und der Punta san Vigilio in Richtung Süden fährt, verlässt man die Berge und kommt in das mondäne Garda. Der kleine Ort, der dem Gardasee seinen Namen gab, wird überragt von einem riesigen Tafelberg (La Rocca), auf dessen Plateau im 5. Jahrhundert eine Burg, die Rocca di Garda errichtet wurde. Heute sind außer ein paar verstreuten Steinen keine weiteren Spuren von der Burg zu finden. Dennoch ist La Rocca ein beliebtes Ausflugsziel und bitet einen fantastischen Ausblick auf Garda und den Gardasee. Weiter lesen ...

Lazise

Die Burg von Lazise aus dem 11. Jahrhundert umfasst neben der Burg auch eine Stadtmauer, die die Altstadt von Lazise am Ostufer des Gardasees umringt. Die Festung mit dem typischen viereckigen Grundriss wurde während der Herrschaft der Scaliger unter Antonio und Bartolomeo della Scala umgebaut und ist heute relativ gut erhalten. Zu Venezianischer Zeit wurde die Anlage als Wohnsitz für venezianische Richter genutzt. Anfang des 18. Jahrhunderts besetzten französische Truppen die Burg und etablierten dort eine Salpeterfabrik zur Herstellung von Schießpulver. Nachdem die österreicher das Areal für einen Spottpreis von 1.500 Lire verkauften, verfiel sie und wurde als Steinlieferant genutzt. Um diesen Prozess aufzuhalten kaufte ein Graf Burg die Burg und begann sie zu restaurieren. Aus dem mittlerweile versandeten Hafen wurde eine Parkanlage. Die Burg gilt mit ihren sechs Türmen heute wieder als eine der schönsten Burgen am Gardasee. Der große Hauptturm bestimmt die Silhouette von Lazise schon von weitem. Rund um die Burg findet man einen wunderschön angelegten Park. Leider befindet sich die Burg von Lazise immernoch in Privatbesitz, sodass eine Besichtigung nur von außen möglich ist.

Die alten Mauern der Burg von Lazise bestimmen die Silhouette des Ortes am Gardasee
Die alten Mauern der Burg von Lazise bestimmen die Silhouette des Ortes am Gardasee

Peschiera del Garda

Die Stadtfestung von Peschiera del Garda am Gardasee Südufer schützt die Altstadt mit einer massiven Ringmauer in Form einen fünfeckigen Sterns. Die Mauern sind umgeben von einem mit Wasser gefüllten Kanalsystem, das an den Mincio, den einzigen Gardaseeabfluss angeschlossen ist. Die Festungsanlage ist bei weitem nicht so alt, wie die anderen Burgen am Gardasee. Mastino I. della Scala begann mit dem Bau von Festungsanlagen in Peschiera. Doch erst die Venezier formten die Festung von Peschiera del Garda in ihrer heutigen fünfeckigen Form. Im 19. Jahrhundert wurde die Festung durch die österreicher der militärischen Entwicklung angepasst und um eine Infanteriekaserne, ein Militärkrankenhaus und eine Artilleriekaserne erweitert. Heute sind die mächtigen Mauern ein ganz besonderer Rahmen für den Besuch des historischen Stadtkern von Peschiera del Garda.

Die dicken Mauern der Zitadelle von Peschiera del Garda am Gardasee
Die dicken Mauern der Zitadelle von Peschiera del Garda

Castello di Sirmione

Die Burg von Sirmione bestimmt den Charakter der Altstadt am Südufer des Gardasees. Am Ende der knapp 4km langen Landzunge trennt die Burganlage inkl. Stadtmauer und Burggraben die Altstadt von Sirmione vom Rest des Ortes. Zur Burganlage gehört auch ein großes Hafenbecken. Im 13. Jahrhundert entstand unter Aufsicht des damaligen Statthalters von Verona, Mastino Isola della Scala, aus einem alten römischen Kastell eine wehrhafte Anlage inklusive Hafen. Den schönsten Blick auf die Burg und die Altstadt von Sirmione hat man vom 47 Meter hohen Hauptturm. Weiter lesen ...

Castello Scaligero, Sirmione - eine der schönsten Burgen am Gardasee
Castello Scaligero, Sirmione - eine der schönsten Burgen am Gardasee

Desenzano del Garda

Die Burg aus dem 9. Jahrhundert liegt oberhalb der Piazza Malvezzi in der Altstadt von Desenzano, wurde im 15. Jahrhundert aufwändig umgebaut und 2006/ 2007 umfangreich restauriert. In der Geschichte war die Burg nie wirklich eine militärische Befestigung. Eher wurde sie als Schutzfeste für die Bevölkerung genutzt. Das Aussehen der Burg bestimmt die Silhouette des Ortes. Von seinen Mauern aus hat man einen fantastischen Blick auf den südlichen Gardasee. Im Sommer wird die Burg zu verschiedenen Konzerten und kulturellen Veranstaltungen genutzt. Man betritt die Burg über eine Zugbrücke und durch ein Tor im Hauptturm. Seit der Restaurierung ist für Besucher wieder ein Rundgang unter den Zinnen der Burgmauer zugänglich.

Der Eingang in die Burg von Desenzano del Garda am Gardasee
Der Eingang in die Burg von Desenzano del Garda

Padenghe sul Garda

Die Burganlage von Padenghe sul Garda stammt aus dem 9. Jahrhundert und erhebt sich im Südwesten des Gardasees inmitten von Padenghe sul Garda auf Resten einer römischen Erstbebauung auf einem Hügel. Sie gilt als die älteste der Ricetti des Valtenesi. Auch diese Anlage diente als Schutzburg für die Bevölkerung gegen Einfälle wandernder Völker aus dem Osten. Die Türme wurden erst im 14. Jahrhundert bei Umbauten hinzugefügt. Die Scaliger fügten der Anlage einen zweiten Komplex hinzu. Heute findet man im Inneren der Burg Häuser, die noch immer bewohnt sind. Vom Turm hat man einen fantastischen Blick auf den Gardasee bis nach Sirmione. Weiter lesen ...

Lonato del Garda

Die Burg von Lonato liegt ein paar Kilometer südlich des Gardasees auf einem strategisch wichtigen Hügel mit Blick auf die gesamte Poebene. Es handelt sich hierbei um eine der größten und schönsten Anlagen seiner Art in der gesamten Region Lombardei, über die selbst Napoleon gestaunt haben soll. Aus der Zeit der Visconti hat die Burg sein heutiges Aussehen. über die Zeit jedoch hatte auch diese Burg verschiedene Herren, die jeweils Umbauten beauftragten. Im Inneren finden Besucher heute ein ornithologisches Museum. Zudem kann man die Mauern verschiedener Teile der Burg sowie die erhaltene historische Villa des venezianischen Stadtverwalters von Lonato del Garda mit einer historischen Ausstellung besichtigen. Weiter lesen ...

Castello di Soiano

Das Castello di Soiano liegt im Valtenesi, einer Weinbauregion im Südwesten des Gardasees. Diese Region der Lombardei war im Mittelalter sehr umkämpft und bietet deswegen die höchste Burgendichte rund um den Gardasee. Die massive Burganlage von Soiano hat einen unregelmäßigen Grundriss. Durch ein Tor im großen Turm betritt man heute die Anlage. Vom 18 Meter hohen Turm hat man einen guten Rundblick auf die umliegenden Orte und die anderen Burgen der Gegend. Weiter lesen ...

Polpenazze del Garda

Polpenazze del Garda ist eine kleine Gemeinde im Valtenesi. Im 10. Jahrhundert ist die Burganlage von Polpenazze entstanden, als Schutz vor Völkern aus dem Osten, besonders aus Ungarn. Im 15. Jahrhundert wurde die Anlage abgerissen und neu aufgebaut. Später übernahmen die Venezianer und auch sie trugen ihren Teil zum heutigen Aussehen bei. Leider ist nur ein Teil der Westmauer mit Turm bis heute erhalten geblieben. Die Reste wurden in den Bau einer Pfarrkirche integriert.

Moniga del Garda

Die Burg von Moniga del Garda ist ähnlich der in Padenghe eines der typischen Ricetti des Valtenesi. Dazu passt die große Außenmauer mit innenliegender bewohnter Siedlung. An den Ecken der Burg befinden sich Wehrtürme. Man betritt die Anlage durch ein Tor in einem der Türme und wähnt sich in einer kleinen Stadt. Eng bebaut sieht man nur selten die grobe Außenmauer. Die erste Bauphase der Burg geht auf das 10. Jahrhundert zurück. Später wurde mehrfach um- und angebaut. Von den Wehrgängen und den originalen Innenbauten ist nichts übrig geblieben. Trotzdem ist die Burg von Moniga del Garda ein lohnendes Ausflugsziel. Weiter lesen ...

Die Burg von Moniga del Garda am Gardasee
Die Burg von Moniga del Garda

Rocca di Manerba

Die Rocca di Manerba ist eine alte Festungsanlage nahe Manerba del Garda im Südwesten des Gardasees. Von der ehemaligen Anlage, die sich auf einem markanten Felsen hoch über dem Gardasee erhebt, sind nur noch die Grundmauern übrig. Ein großes Metallkreuz markiert heute diese Stelle. Umgeben ist die Ruine vom "Parco Archeologico Naturalistico" mit seinem Besucherzentrum. Dort findet man viele interessante Informationen zur Geschichte der Burg und seiner Umgebung. Weiter lesen ...

Das Gipfelkreuz auf dem Felsen der Rocca di Manerba am Gardasee
Das Gipfelkreuz auf dem Felsen der Rocca di Manerba

Puegnago sul Garda

Die Ruine des Schlosses von Puegnago am Gardasee lässt heute nur noch in Ansätzen erkennen, wie die Anlage aus dem 9. Jahrhundert einmal ausgesehen hat. Der Grundriss hat eine unregelmäßige sechseckige Form, Türme waren an den Ecken angesetzt. Es handelt sich um eines der Ricetti des Valtenesi, das der einheimischen Bevölkerung Schutz bieten sollte. Deshalb war es auf einem Hügel mit guter Sicht auf die umliegende Gegend gebaut worden. Später wurde der Festungsturm auch hier in einen Glockenturm (Campanile) umgebaut.

Der Glockenturm an den Mauern der Burg von Puegnago sul Garda
Der Glockenturm an den Mauern der Burg von Puegnago sul Garda

Pozzolengo

Der kleine Ort Pozzolengo befindet sich südlich des Gardasees zwischen Sirmione und Peschiera del Garda. Das Schloss von Pozzolengo wurde auf dem Monte Fluno gebaut. Der Grundriss der Anlage ist trapezförmig. Mehrere Türme in runder und rechteckiger Bauform sind an den Mauern angebaut. Einer von Ihnen fungiert seit dem 16. Jahrhundert als Glockenturm. Im Inneren der Anlage findet man die überreste der Kirche von San Lorenzo.


Es folgen Burgen, Festungen & Schlösser aus der nahen Umgebung des Gardasees:

Schloss Buonconsiglio (Trient)

Trient liegt ca. 40 Kilometer nördlich des Gardasees. Inmitten der Stadt erhebt sich auf einem Felsen das Castello del Buonconsiglio. Im 13. Jahrhundert errichtet, hat das Castello verschiedene Bauphasen durchlaufen. Das Schloss mit seiner schönen Gartenanlage wird von einer massiven Ringmauer umgeben. Zu den ältesten Teilen der Anlage gehört die Stadtmauer. Später besetzten französische Truppen die Burg und nutzten sie teilweise als Kaserne. Die dabei entstandenen Schäden wurden im 20. Jahrhundert restauriert. Heute sind besonders die farbenfrohen Fresken im Adlerturm sehenswert. Auch eine Ausstellung mit Exponaten der Sammlung des Nationalmuseums ist in der Burg untergebracht. Sie zeigt historische Schriftstücke, Gemälde, Zeichnungen und archäologische Funde.

Castel Toblino

Das Castel Toblino liegt auf einer kleinen Insel im Lad di Toblino 25 Kilometer nördlich des Gardasees. Viele Mythen und Legenden ranken sich um das Castel. Auf der ehemaligen Insel stand schon im 3. Jahrhundert ein kleiner Tempel. Danach entstand dort eine altertümliche Festung auf deren Mauern das Castell errichtet wurde, das mehr eine militärische als eine mystisch Religiöse Funktion hatte. Erste urkundliche Erwähnung fand es im Jahr 1124. Im 16. Jahrhundert wurde die Anlage umfangreich um- und ausgebaut. Heute ist das im Castel untergebrachte Restaurant ein Anlaufpunkt für Liebhaber der guten Norditalienischen Küche und unbedingt einen Besuch wert.

Castello di Drena

Das Castell von Drena liegt knapp 10 Kilometer nördlich von Arno am Rande des Sarcatals oberhalb des Lago di Cavedine. Einst gehörte auch diese Festung den Grafen von Arco und diente der überwachung des Handels im Tal. Auch diese Burg überstand die französischen Eroberungen im Jahr 1703 nicht unbeschadet und wurde gesprengt. Heute bietet die teilweise restaurierte Burg eine kleine Ausstellung über die Geschichte der Burg. Die Ringmauer, der restaurierte Palast und die Kapelle sind sehenswert. Vom 25 Meter hohen Burgturm hat man einen fantastische Blick auf die Sarcaebene.

Castel Beseno (Rovereto)

Das Castell Beseno in Revereto liegt etwas abseits des Gardasees, ist aber trotzdem einen Besuch wert. Es bietet sich an, das Castell beim Verlassen der Brennerautobahn in Richtung Gardasee zu besuchen. Das Castell aus dem 14. Jahrhundert gilt mit seinen Bastionen als eines der größten seiner Art im gesamten Trentino. Nach der Nutzung durch die Familie Castelbarco viel es an die Habsburger, bevor es im 19. Jahrhundert von österreich als Kaserne missbraucht wurde. Infolge dessen war es im Ersten Weltkrieg auch Kriegsschauplatz zwischen den österreichern und Italienern. Im Inneren der massiven Festungsanlage finden Besucher heute ein Kriegsmuseum (das größte seiner Art im Trentino) mit Waffen und umfangreichen Exponaten zu den Kriegen der letzten 200 Jahre.

Schloss Sabbionara d'Avio an der Etsch

Vom Gardasee hinter dem Monte Baldo liegt das Etschtal. Dort wo die Autobahn A22 vom Brenner kommend nach Verona führt steht eine der beeindruckendsten Burgen des Trentino, das Castello di Sabbionara d'Avio. Nach dem Bau im 11. Jahrhundert wurde die Burg im 13. Jahrhundert von Guglielmo Il Castelbarco um- und ausgebaut. Seit diesem Umbau kann man gut Elemente des Veronese Scaliger Einflusses erkennen. Das Ensemble mit Mauern, Türmen und Gärten thront majestätisch über dem Ort. Der mittelalterliche Bau ist heute zugänglich und sehr sehenswert. Besonders die Fresken aus dem 14. Jahrhundert sind einen Besuch wert. Man kann den Turm, sowie private Zimmer der Grafen begehen.

Forte Rivoli/ Fort Wohlgemuth (Rivoli Veronese)

Das heutige Forte Rivoli liegt im kleinen Rivoli Veronese auf dem Monte Castello in 227 Meter Höhe direkt an der Etsch. Das Fort wurde in den Jahren 1850/ 51 unter österreichischer Herrschaft als Fort Wohlgemuth gebaut. Zusammen mit mehreren anderen Wehranlagen sollte das Fort das Etschtal absichern. Im Jahr 1866 ging die österreichische Herrschaft in der Region des südlichen Gardasees verloren und das Fort wechselte in italienische Hoheit. Diese bauten die Anlage bis 1884 aufwändig um und passten sie den neuen militärischen Erfordernissen an. Seit dem wird der Name Forte Rivoli genutzt. Schnell verlor das Fort an militärischer Bedeutung und wurde bis in die 1980er Jahre als Armeemagazin genutzt. Danach ging es in den Besitz der Gemeinde Rivoli über. Heute ist das Fort der öffentlichkeit zugänglich. Im Inneren befindet sich ein Kriegsmuseum des 1. Weltkrieges sowie eine Radioausstellung. Auch mehrere Kanonen des 2. Weltkrieges können besichtigt werden.

Castelvecchio Verona

Verona liegt ca. 35 Kilometer südwestlich des Gardasees. Sein historischer Einfluss auf die Gardaseeregion ist aber unverkennbar, da die Veronese Scaliger lange Zeit weite Teile des Gardasees regierten und prägten. So gehört auch das Castelvecchio mit der imposanten Brücke, dem Ponte, zu den Burgen der Gardaseeregion, die von den Scaligern Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut wurden. Gut zu erkennen ist das an den typischen Schwalbenschwanzzinnen. Nach der Eroberung der Region durch napoleonische Truppen wurde die Burg als Kaserne genutzt. Auch die späteren Besitzer aus österreich folgten dem französischen Vorbild. Heute beherbergt die Burg eine der beeindruckendsten Sammlungen Veronesischer Malerei des 12. - 16. Jahrhunderts.



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