Rocca di Garda, Berg, Gardasee

Rocca di Garda

Garda, Gardasee

Der Gardasee in den italienischen Alpen ist mit 370 km² Wasserfläche und einer Uferlinie von rund 160 km Länge der größte See Italiens. Trotz der Lage in den Bergen beträgt die Höhe der Seeoberfläche nur 65 m üNN, so dass der Seeboden bei einer maximalen Wassertiefe von 346 m teilweise unterhalb des Meeresspiegels liegt. Am östlichen Ufer des Sees befindet sich die Stadt Garda, die dem Gewässer aufgrund der historischen Bedeutung des Ortes für die Region den Namen gab. Eine Pfahlsiedlung und weitere archäologische Funde wie Keramik- und Bronzescherben sowie 19 Gräber aus der Bronzezeit belegen eine sehr frühe Besiedlung in dieser Gegend. Vor rund 4.000 Jahren entstanden Felsgravierungen, die Tiere, Jäger und Kreuze darstellen. Die Form des historischen Ortszentrums von Garda mit einer Hauptstraße zwischen zwei Toren deutet auf die Existenz einer antiken Siedlung aus der Römerzeit hin.

Karte Rocca di Garda

La Rocca

Berg, Rocca di Garda, Gardasee

Garda wird überragt von dem 291 m hohen Tafelberg La Rocca, der ein beeindruckendes Panorama über den gesamten südlichen Gardasee bietet. Der Gotenkönig Theoderich ließ hier im 5. Jahrhundert auf dem Felsplateau die Burg Rocca di Garda errichten.
Die Festung galt lange Zeit als uneinnehmbar, sogar der berühmte Kaiser Barbarossa scheiterte an dem Versuch der Eroberung. Nach den Goten herrschten auf der Burg die Langobarden, bis die Venezianer im 16. Jahrhundert die gesamte Anlage zerstörten. Heute sind auf dem Tafelberg La Rocca nur noch wenige Ruinen der ehemaligen Festung erhalten.

Wanderung auf den Gipfel

Mehrere Wanderwege führen hinauf zur Spitze von La Rocca. Je nach Aufstiegstempo und Pausen benötigt man für die Touren rund zwei bis drei Stunden. Die Gehzeit lässt sich jedoch durch die Anfahrt mit dem Auto zum Parkplatz am Bildstock Madonna dei Pign deutlich verkürzen. Eine längere Wanderung beginnt mitten in Garda an der Kirche San Maria Maggiore (Dauer rund 4 Stunden, Länge 11 km). Die beschilderte Route führt vorbei an historischen Weinkellern zum Gipfel und über die Klosterkirche Eremo di San Giorgio zurück nach Garda. Auf dem Rückweg gibt es dann zur Stärkung noch ein Glas Wein im Nachbarort Bardolino.



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